EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD

Neue Regeln beim Vertrieb von Versicherungsprodukten

Gilt ab 01.10.2018 - die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) in Österreich

Mit der Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (Insurance Distribution Directive – IDD) ins nationale Recht gelten nun auch in Österreich ab dem 01.10.2018 neue Beratungs- und Informationspflichten.

In der nachfolgenden Übersicht haben wir für Sie detailiert zusammengestellt, was Sie ab 01.10.2018 tun müssen, um den neuen Beratungs- und Informationspflichten gerecht zu werden.

Zukünftig muss vor Vertragsabschluss zwingend eine Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung durchgeführt und dokumentiert werden. Das soll sicherstellen, dass nur Produkte empfohlen und verkauft werden.

Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung

Zukünftig muss bei Versicherungsanlageprodukten (aufgeschobene Rentenversicherung der Continentale Lebensversicherung) vor Vertragsabschluss zwingend eine Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung durchgeführt und dokumentiert werden. Das soll sicherstellen, dass nur Produkte empfohlen und verkauft werden

  • die einerseits zu den Wünschen und Bedürfnissen des Kunden passen
  • und andererseits auch vom Kunden verstanden werden.

Die dazu gehörenden notwendigen Dokumentationspflichten werden über den Antrag und ein Beiblatt (#3423 Österreich) gelöst. Ab sofort müssen daher aktuelle Anträge und das Beiblatt zur Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung verwendet werden.

Die aktuellen Anträge enthalten den Hinweis, dass die Prüfung der Angemessenheit und Geeignetheit des Versicherungsanlageprodukts auf beigefügtem Beiblatt dokumentiert wurde. Der Kunde bestätigt dies mit seiner Unterschrift im Antrag. Er muss nicht zusätzlich auf dem Beiblatt unterschreiben.

In der Continentale Beratungssoftware LV-Windows und im Continentale Online-Tarifrechner sind die Unterlagen enthalten.

 

Welche Produkte sind betroffen?
Was gilt für die Angemessenheitsprüfung?
Was gilt für die Geeignetheitsprüfung?
Wie funktioniert die Prüfung bei der Continentale Leben?
Das Beiblatt zur Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung
Wann gilt die Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung im Bestand?

Zielmarktdefinitionen und Pflichten für Vermittler

Ein Teil der gesetzlichen Anforderungen gemäß IDD ist die Verpflichtung zur Erstellung und Veröffentlichung von Zielmarktdefinitionen. Vermittler sollten die Produkte nur innerhalb des Zielmarktes anbieten. Andernfalls muss der Vermittler den Verkauf von Produkten außerhalb des Zielmarktes begründen. Das betrifft die Tarife der Continentale und EUROPA. 

Was gilt für die Zielmarktdefinitionen?
Was ist eine Zielmarktdefinition?
Wo finden Sie die Zielmarktdefinition?
Was beinhaltet die Dokumentationspflicht für Vermittler?

Informationsblätter zu Versicherungsprodukten (LIPID)

Was gilt für die Informationsblätter zu Versicherungsprodukten (LIPID)?

Mit dem Inkrafttreten der neuen EU-Vertriebsrichtlinie IDD ist in Österreich ab dem 01.10.2018 ein einheitliches Produktinformationsblatt auch für alle Nicht-Versicherungsanlageprodukte vorgeschrieben. Die offizielle englische Bezeichnung dafür lautet LIPID („Life Insurance Product Information Document“), zu Deutsch „Informationsblatt zu Versicherungsprodukten“.

Das LIPID ist Teil der vorvertraglichen Informationspflichten und muss dem Kunden zusammen mit dem Versorgungsvorschlag ausgehändigt werden. Der Kunde bestätigt den Erhalt des LIPID mit seiner Unterschrift in der Empfangsbestätigung des Antrags.

Welche Produkte sind betroffen?
Was beinhaltet das LIPID?
Wo finden Sie die LIPID?